GIB KCL-PRO Aufbewahrungslösung für pH-Elektroden, 300 ml
GIB KCL-PRO Aufbewahrungslösung für pH-Elektroden, 300 ml
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Produktdetails
Die GIB KCL-PRO Aufbewahrungslösung (300 ml) hält deine pH-Elektrode dort, wo sie hingehört: feucht. Sie ist die mit Abstand günstigste Lebensverlängerung für ein pH-Messgerät – denn trockene Lagerung ist die häufigste Ursache für einen vorzeitigen Elektrodenausfall.
Verwendung: Aufbewahrungslösung für pH-Elektroden – und Nachfülllösung für nachfüllbare Elektroden
Inhalt: 300 ml
Konzentration: 3-molare KCl-Lösung (Herstellerangabe)
Nicht geeignet: zum Befüllen gelgefüllter Elektroden (dort nur zur Lagerung verwenden)
Lagerung: vor Wasser, Staub, Hitze und Kälte geschützt, für Kinder unzugänglich
Marke: GIB Industries
Warum eine pH-Elektrode überhaupt feucht bleiben muss
Dahinter stecken zwei ganz verschiedene Bauteile, die beide auf Feuchtigkeit angewiesen sind:
1. Die Glasmembran braucht ihre Quellschicht. Eine pH-Elektrode misst nur, weil sich auf der Glasmembran eine hauchdünne Hydratationsschicht gebildet hat. Trocknet die Elektrode aus, wird diese Schicht zerstört – die Elektrode reagiert träge oder gar nicht mehr.
2. Das Referenzsystem braucht die richtige Salzkonzentration. Das Bezugspotential der Elektrode hängt direkt von der KCl-Konzentration im Inneren ab. Verändert sie sich, verschiebt sich der Nullpunkt – und deine Messwerte stimmen nicht mehr.
Der häufigste Fehler: Lagerung in Osmose- oder destilliertem Wasser
Das ist besonders im Grow-Alltag tückisch, weil Osmosewasser praktisch immer griffbereit steht. Ionenfreies Wasser verdünnt den Elektrolyten im Diaphragma und zieht der Elektrode aktiv Ionen heraus. Das verschiebt das Referenzpotential dauerhaft und beschleunigt die Alterung. Auch Leitungswasser ist keine Dauerlösung. Nur eine Aufbewahrungslösung bzw. 3-molare KCl-Lösung ist richtig.
Ausgetrocknete Elektrode – so rettest du sie
1. Sichtbare Salzkristalle mit Wasser auflösen.
2. Elektrode mindestens 24 Stunden in KCl-Aufbewahrungslösung einlegen.
3. Anschließend neu kalibrieren und mit einer Pufferlösung gegenprüfen.
Bleibt die Elektrode danach träge oder weichen die Werte stark ab, ist sie am Ende ihrer Lebensdauer. Grundsätzlich gilt: Je länger eine Elektrode trocken lag, desto geringer die Chance auf vollständige Erholung.
Schutzkappe richtig befüllen
Nur wenige Tropfen in die Schutzkappe geben und das Gerät danach stehend lagern – sonst läuft die Lösung aus. Ein kleines Stück sauberer Schwamm in der Kappe hält die Flüssigkeit zuverlässiger an Ort und Stelle. Kleiner Profi-Hinweis: Luftbläschen beim Aufstecken der Kappe sind ein gutes Zeichen – sie zeigen, dass das Diaphragma durchlässig ist.
Routine nach jeder Messung
1. Kurz mit destilliertem Wasser abspülen.
2. Abtupfen, nicht reiben – Reiben zerkratzt die Membran und erzeugt statische Aufladung, die das Signal destabilisiert.
3. Zurück in die mit KCl gefüllte Schutzkappe.
Die Lösung in der Kappe bei regelmäßiger Nutzung etwa monatlich erneuern, bei Trübung oder Verfärbung sofort.
Weiße Krusten am Messgerät?
Das ist auskristallisiertes Kaliumchlorid aus ausgetretener Lösung – völlig unbedenklich. Einfach mit einem angefeuchteten Tuch abwischen. Kristalle innerhalb der Elektrode löst du mit Wasser auf und erneuerst danach den Elektrolyten.
Häufige Fragen
Warum darf ich die Elektrode nicht in destilliertem oder Osmosewasser lagern?
Weil der Elektrolyt im Diaphragma verdünnt wird und sich das Referenzpotential verschiebt. Ionenfreies Wasser entzieht der Elektrode zusätzlich Ionen und lässt sie schneller altern.
Was mache ich mit einer ausgetrockneten Elektrode?
Mindestens 24 Stunden in KCl-Lösung einlegen, danach neu kalibrieren und gegenprüfen.
Kann ich damit auch meine Elektrode nachfüllen?
Ja – aber nur bei Elektroden mit Nachfüllöffnung. Gelgefüllte Elektroden dürfen nicht befüllt, sondern nur darin gelagert werden.
Wie oft wechsle ich die Lösung in der Schutzkappe?
Bei regelmäßiger Nutzung etwa monatlich, bei Trübung sofort.
Ersetzt die Aufbewahrungslösung das Kalibrieren?
Nein. Sie hält die Elektrode funktionsfähig – kalibrieren musst du trotzdem, besonders nach dem Wässern.
Wie lange hält eine pH-Elektrode?
Bei guter Pflege ein bis drei Jahre. Trockene Lagerung verkürzt das drastisch.
Darf ich die Elektrode trocken wischen?
Nur abtupfen, niemals reiben.
Fazit
Ein günstiges Verbrauchsmittel, das über die Lebensdauer deines pH-Messgeräts entscheidet. Wer seine Elektrode konsequent feucht in KCl lagert, misst länger zuverlässig – und spart sich den vorzeitigen Elektrodenkauf.